Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag
12:00 - 21:00* Uhr
Samstag
11:00 - 21:00* Uhr
Sonntag
11:00 - 20:00 Uhr
(* bis der letzte Gast geht)
Montag Ruhetag
Reservierung
Telefon 03921/986243
   

Bauernstube "Bocksmühle"

39291 Schermen

 

Geschichte

1806 wurde die Mühle als Schermensche Mühle erwähnt. Der Müller Bock, auf den die heute übliche Benennung zurück geht, mahlte vor allem für die Schermener Bauern Getreide. Mit dem entstehen industrieller dampfgetriebener Mühlen wurde die Wassermühle um 1900 unwirtschaftlich.

Im Jahr 1905 erfolgte die Umwandlung zur Ausflugsgaststätte "Bocks-Mühle". Durch die Lage nahe des Külzauer Forst erfreute sich die Gaststätte vor allem bei Besuchern aus den nahen Städten Burg und Magdeburg größerer Beliebtheit. Ab 1953 wurde die Mühle jedoch nur noch als Wohnhaus genutzt. Nach der politischen Wende von 1989 wurde 1991 das Ausflugslokal "Bocksmühle" wiedereröffnet - die heutige Gaststätte "Bauernstube Bocksmühle".

Technik

Beim oberschlächtigen Wasserrad strömt das Wasser in einer Rinne, dem so genannten Gerinne oder Fluder etwa beim Radscheitel in die wasserdichten Zellen des Rades. Man spricht daher auch von einem Zellenrad. Das Rad wird durch die Gewichtskraft des aufgenommenen Wassers (Aufschlagwasser) in Bewegung versetzt. Im Gegensatz zur Wasserturbine benötigt ein oberschlächtiges Wasserrad keinen Rechen um Treibgut herauszufiltern und der Wirkungsgrad ist weniger abhängig von Schwankungen der Wassermenge.

Das Einsatzgebiet liegt bei Gefällen von 2,5 m bis 10 m und Wassermengen bis zu 2 m³/s (typisch sind Gefälle von 3 bis 6 m und Wassermengen von 0,1 bis 0,5 m³/s). Für Mühlen liegen die typischen Wasserradleistungen zwischen 2 und 10 kW. Oberschlächtige Wasserräder werden bei Umfangsgeschwindigkeiten von ca. 1,5 m/s betrieben. Das Wasser wird bei einem kleinen Wehr, einige 100 m oberhalb des Wasserrades vom Mutterbach abgezweigt und in einem künstlichen Kanal mit wenig Gefälle zum Rad geleitet. Dieser Kanal wird oft als Obergraben, Mühlbach oder oberer Mühlgraben bezeichnet. Das Wehr dient der Regulierung der zuströmenden Wassermenge.

Der letzte Teil des Kanals vor dem Rad wird Gerinne genannt. Es besteht häufig aus Holzbrettern oder Metall. Am Gerinne ist ein Freifluter, auch Leerschuss genannt, angebracht, welcher bei Stillstand des Wasserrades das Wasser am Rad vorbeileitet. Eine weitere Anlagenform besteht darin, dass der Obergraben zu einem Stauteich erweitert wird. Das Wasserrad steht in unmittelbarer Nähe hinter dem Teichdamm. Der Wasserzufluss zum Rad wird bei dieser Anlagenform über ein Radschütz gesteuert, welches sich am Ende des Gerinnes befindet.